Veröffentlicht am: Fr, Sep 14th, 2018
Nachrichtencode: 301

Monatlicher Bericht (August 2018) über die Verletzung der Menschenrechte gegenüber der kurdischen Bevölkerung im Iran


MAFNEWS – Laut einer von Mafnews veröffentlichten Studie über Menschenrechtsverletzungen, wurden im August 2018 dutzende Kurden vorgeladen, verhört, eingesperrt, gehängt oder getötet.

Laut dem Zentrum für Demokratie und Menschenrechte in Kurdistan wurden vier kurdische Gefangene im Gefängnis von Urmia gehängt. Drei von ihnen wurden wegen Mordes und einer wegen Drogenhandels verurteilt.

Ein kurdischer Student wurde zu acht Jahren Gefängnis verurtielt. Ein Mann aus Sanandaj, ein Zugehöriger der Bahai Religion, wurde zu einem Jahr Gefängnis und dem Leben im Exil verurteilt. Zwei Kurden aus Naqadeh und Piranshahr wurden zu jeweils fünf Jahren Gefängnis und dem Leben im Exil verurteilt.

Weiterhin wurden acht kurdische Grenzhändler, die als Kolbar bekannt sind, von iranischen Grenzsoldaten erschossen. Zehn weitere Kolbar wurden verletzt.

Ein kurdischer Gefangener, welcher im Gefängnis von Urmia inhaftiert war, starb, weil ihm die medizinische Behandlung verwehrt wurde.

Mehr als 36 kurdische Aktivisten aus Paveh, Sanandaj, Oshnavieh, Kermanshah, Sardash, Dalaho, Kamyaran, Ilam, Saqez, Bukan, Qoshanchay, Rawansar, Urmia und Mariwan wurden verhaftet. Sechs von ihnen aufgrund der Verteidigung der Arbeitnehmerrechte. Den restlichen Aktivisten wird die Kontaktaufnahme zu kurdischen Parteien (Oppositionsparteien), welche sich in der Autonomen Region Kurdistan aufhalten, vorgeworfen.

Ebenfalls wurden drei kurdische Gefangene zu jeweils 72 Peitschenhieben verurteilt. Zwei Aktivisten und ein Journalist, sie stammen aus Baneh.